Blumenstrauß in einer Glasvase auf einem Nachttisch neben einem Krankenhausbett, daneben ein Glas Wasser und ein Handtuch

Frag zuerst, was gebraucht wird

Am besten fragst du die Person selbst, was sie gerade braucht. Das rät auch NetDoktor in seinen Tipps für Krankenhausbesuche. Kannst du nicht fragen, hilft eine einfache Einteilung: etwas für den Alltag, etwas zum Wohlfühlen und etwas gegen die Langeweile.

Welcher Teil am meisten zählt, hängt davon ab, wie mobil die Person ist und wie lange die Genesung dauert. Bei einer Grippe im Bett geht es vor allem ums Wohlfühlen. Bei einer langen Reha nach einer Operation wird Ablenkung wichtiger, weil die Tage lang werden.

Geschenke nach Zweck

Für den Alltag im Bett oder in der Klinik:

  • Weiche Taschentücher ohne Duftstoffe.
  • Ein auslaufsicherer Trinkbecher mit Strohhalm für alle, die viel liegen müssen.
  • Eine Teesorte, die die Person gern trinkt.
  • Pflegeprodukte ohne Duftstoffe, etwa eine milde Lotion oder ein Lippenbalsam.

Zum Wohlfühlen, wenn Schmerzen oder Erschöpfung den Tag bestimmen:

  • Eine Wärmflasche mit weichem, waschbarem Bezug.
  • Eine leichte Kuscheldecke für Sofa oder Bett.
  • Rutschfeste Socken für glatte Böden.
  • Schlafmaske und Ohrstöpsel für die Nacht im Mehrbettzimmer.

Gegen die Langeweile bei einer längeren Genesung:

  • Leichte Romane, Kurzgeschichten oder eine Zeitschrift.
  • Ein Rätselheft mit Sudoku oder Kreuzworträtseln.
  • Ein Hörbuch, wenn Lesen zu anstrengend ist.
  • Ein kleines Puzzle, das sich über mehrere Tage lösen lässt.

Bücher, Zeitschriften und Kreuzworträtsel nennt auch NetDoktor als Mitbringsel, über die sich viele freuen.

Welches Geschenk zu welcher Beziehung passt

Je näher du der Person stehst, desto persönlicher darf das Geschenk sein. Ein Beitrag von SRF zur Psychologie des Schenkens hält fest, dass Geschenke, die Interessen und Identität der beschenkten Person treffen, langfristig mehr Freude auslösen als teure, aber unpersönliche. Gutscheine senken laut SRF das Risiko, etwas Falsches zu signalisieren, halten aber etwas Abstand.

  • Freundin, Freund, Partnerin oder Partner: eine Tasse mit einem Spruch, den nur ihr versteht, ein gerahmtes Foto von einem gemeinsamen Erlebnis oder ein kleines Wellness-Set. Soll es ein fertiges Bild sein, verkauft Waves & Frames gerahmte Fotografien von Häfen und Küsten am Mittelmeer.
  • Eltern: ein Hörbuch-Abo, ein guter loser Tee in einer schönen Dose oder ein graviertes Erinnerungsstück, etwa ein Anhänger mit Datum oder Initialen.
  • Kinder: ein Kuscheltier als Begleiter, ein Malset mit Buntstiften oder ein Stickerheft. Das lenkt ab, ohne zu überfordern.
  • Ältere Menschen: Bücher mit großer Schrift, eine Leselupe oder ein Greifarm, mit dem sie Dinge ohne Bücken erreichen.
  • Kolleginnen und Kollegen: eine Karte, die das Team gemeinsam unterschreibt, eine kleine Aufmerksamkeit oder eine Einladung auf einen Kaffee nach der Genesung.
Kinderhand malt mit einem Buntstift ein Bild, daneben liegen weitere Buntstifte und ein Stickerheft

Fehlt dir noch eine Idee, kann ein Geschenkfinder wie Recogift helfen: Beschreib die Person, gib ihre Interessen an und wähle als Anlass "Einfach so". Er schlägt Ideen vor und erklärt, warum sie passen.

Ein Gute-Besserung-Paket packen

Ein Paket wirkt rund, wenn es die drei Zwecke mischt. So gehst du vor:

  • Kläre, wie alt die Person ist, wie mobil sie ist und ob sie zu Hause oder in der Klinik liegt.
  • Wähle je ein bis zwei Dinge für den Alltag, zum Wohlfühlen und gegen die Langeweile, zum Beispiel Tee, eine Wärmflasche und ein Rätselheft.
  • Nimm eine Box oder einen Korb, der sich leicht öffnen lässt, und leg die Karte obenauf.
  • Plane die Übergabe: persönlich, per Post oder vor der Tür abgestellt, je nachdem, was die Person möchte und ob Ansteckung ein Thema ist.

Frag vorher nach Allergien und Diäten. Ein Satz wie "Darf ich dir etwas Süßes mitbringen, oder musst du gerade auf etwas achten?" reicht. Lass Duftstoffe weg, wenn die Person Allergien hat, und Topfpflanzen, wenn das Paket in eine Klinik geht.

Was im Krankenhaus erlaubt ist

Topfpflanzen sind in vielen Krankenhäusern verboten, weil mit der Erde Keime in die Klinik kommen. Schnittblumen sind dagegen oft willkommen, schreibt NetDoktor. Die Helios Mariahilf Klinik Hamburg erlaubt Schnittblumen in den meisten Fällen. Ausnahmen kann es dort bei Patienten mit sehr geschwächtem Immunsystem geben, zum Beispiel auf der Intensivstation.

Vor Süßigkeiten, Obst oder Getränken fragst du nach, ob eine Diät verordnet ist. NetDoktor rät das für Obst und Süßigkeiten, Helios empfiehlt, bei Süßigkeiten und Getränken auf der Station nachzufragen.

Für den Besuch selbst gibt NetDoktor diese Tipps:

  • Informier dich vorher über die Besuchszeiten. Der Nachmittag passt meist besser, weil vormittags Visite, Pflege und Therapie stattfinden.
  • Bleib nicht zu lange. Gerade kurz nach einem Eingriff ermüden Patienten schnell, und vielleicht brauchen auch Zimmernachbarn Ruhe.
  • Sprich dich mit anderen Besuchern ab, damit nicht alle gleichzeitig kommen.
  • Setz dich nicht ungefragt auf das Bett, aus Hygienegründen und weil es der letzte Rest Privatsphäre ist.
  • Bist du selbst krank, bleib zu Hause.

Was du auf die Karte schreibst

Schreib ehrlich statt aufgesetzt fröhlich. Je näher ihr euch steht, desto persönlicher darf der Text sein:

  • Für enge Freunde: "Ich denke an dich und bin nur einen Anruf entfernt, wenn du reden möchtest."
  • Für Bekannte: "Ich wünsche dir gute Erholung und denke an dich."
  • Für Kolleginnen und Kollegen: "Das ganze Team denkt an dich. Nimm dir die Zeit, die du brauchst."

Versprich nur, was du halten kannst. Ein "Ich komme dich bald besuchen", aus dem nichts wird, enttäuscht mehr als eine kleine Zusage, die du einlöst.

Meide Floskeln wie "Wird schon wieder", gerade bei ernsten Diagnosen. Für Gespräche mit Kranken warnt NetDoktor, dass vorschnelle Beschwichtigungen und falscher Trost das Gefühl verstärken, unverstanden und alleingelassen zu sein. Schreib solche Sätze auch nicht auf die Karte.

Wenn es schnell gehen muss

Für einen spontanen Besuch reichen eine handgeschriebene Karte, ein Tee oder eine Tafel Schokolade, sofern keine Diät dagegenspricht.

Wohnst du weit weg, geht es auch digital:

  • Ein Gutschein für einen Streamingdienst oder ein Hörbuch, der per E-Mail ankommt. Schreib ein paar persönliche Zeilen dazu, damit er mehr ist als ein Code.
  • Eine Sprachnachricht oder ein kurzes Video mit Grüßen.

Bringst du etwas vorbei, stell es vor der Tür ab und kündige es per Nachricht an. So muss niemand an die Tür, der gerade Ruhe braucht oder ansteckend ist.

Quellen

  1. Krankenhaus: Tipps für Besucher (öffnet in neuem Tab)NetDoktornetdoktor.de
  2. Besucherinformationen (öffnet in neuem Tab)Helios Mariahilf Klinik Hamburghelios-gesundheit.de
  3. Stressfaktor Schenken: Warum Schenken glücklich macht und uns trotzdem stresst (öffnet in neuem Tab)SRFsrf.ch
  4. Die heißesten Empfehlungen (öffnet in neuem Tab)Waves & Frameswaves-and-frames.com